Gepostet von Weinkenner am Nov 21, 2011 in Weinanbau und -herstellung | 1 Kommentar
Nein, es muss nicht immer ein Rotwein aus Frankreich oder Italien sein. Ganz gleich ob Weiß, Rot oder Rosé, es gibt ganz ausgezeichnete Anbaugebiete außerhalb Europas, wo sich eine Entdeckungsreise in Sachen Wein wirklich lohnt. Zum Beispiel in Argentinien. Der fünftgrößte Weinexporteur der Welt hat allerhand zu bieten und das hat seine Gründe.
Die Gründe heißen Malbec, Bonarda und Cabernet Sauvignon. Auch Merlot- und Syrah-Trauben werden auf den ertragreichen sonnenverwöhnten Böden sehr erfolgreich angebaut und kultiviert. Es sind vor allem die Rotweine aus Argentinien die ganz besonders beliebt sind. Das liegt einerseits an der sehr hohen Qualität der Winzer des Landes, andererseits an der Traube Malbec die fast nur noch in Argentinien angebaut wird. Die Weißweine fallen dagegen etwas ab, das liegt womöglich an den Trinkgewohnheiten der Südamerikaner, die Rotweine bevorzugen. Die tiefrote Farbe der Malbec-Traube, dazu das kräftig-frische Bouquet und der rassige, kräftige Geschmack bei fruchtiger Säure – das ist ein Rotwein den man zu Fleischgerichten, ganz besonders zu argentinischem Rindfleisch genießen sollte. Der Geschmack erreicht nie die Tiefe so mancher Bordeaux-Sorten, aber das ist auch nicht beabsichtigt. Das Getränk schmeckt nach Malbec, und nach sonst nichts. Diese Reintönigkeit, der saubere Geschmack, der frei ist von fehlerhaften Aromen, das macht argentinische Rotweine zu Spitzenprodukten in der Welt. Wer sich auf diese Entdeckungsreise begeben möchte wird vielfach positiv überrascht werden. Nicht nur von der Qualität, sondern auch von den moderaten Preisen. Gerade auch kleinere Weingüter bieten hervorragende Weine im Direktverkauf über das Internet an. Hier kann man sich dann einmal nach Herzenslust durchprobieren. Der Alkoholgehalt, der bei Wein aus Argentinien eher niedrig ist, sorgt dann für einen unbeschwerten Genuss.
Foto stammt von: chris74 – Fotolia