Nein, es muss nicht immer ein Rotwein aus Frankreich oder Italien sein. Ganz gleich ob Weiß, Rot oder Rosé, es gibt ganz ausgezeichnete Anbaugebiete außerhalb Europas, wo sich eine Entdeckungsreise in Sachen Wein wirklich lohnt. Zum Beispiel in Argentinien. Der fünftgrößte Weinexporteur der Welt hat allerhand zu bieten und das hat seine Gründe.
Es gibt viele Weinanbaugebiete auf der Erde. Der Begriff umschreibt eine Region, in der ein bestimmter Wein angebaut wird. Viele Weinanbaugebiete sind im Laufe der Geschichte entstanden, das allererste registrierte Weinanbaugebiet der Welt ist in Portugal im Jahre 1756 definiert worden. Es handelt sich um die Region Alto Duoro.
Man unterscheidet verschiedene Weinsorten, die entweder rot oder weiß oder auch rosé sein können. Doch die Weine müssen nicht unbedingt sortenrein sein. Es gibt auch Verschnitte, wie beispielsweise den Bordeaux, der meist aus mindestens drei verschiedenen Weinsorten gemischt ist. Neben dem Boden ist auch das Klima für die Qualität eines Weines ausschlaggebend. Doch mehr als alles andere beeinflusst die Rebsorte den Geschmack und Charakter eines Weines. Da die Rebsorten immer weiter entwickelt und neu gezüchtet und gekreuzt werden, entstehen immer wieder neue Weinsorten.
Wein war schon immer ein beliebtes Getränk und die Weinhersteller bemühten sich, dieses Genussmittel immer mehr zu perfektionieren und zu vervollkommnen. Damit ein Wein wirklich gut ist, kommt es auf viele Faktoren an. Neben der Traubensorte ist auch die Beschaffenheit des Bodens wichtig. Eine ebenso große Rolle spielt das Wetter, so dass einzelne Jahrgänge aus ein und dem selben Weinberg durchaus unterschiedlicher Qualität sein können. Immer wieder spricht man von Jahrhundert-Jahrgängen, wenn Weine ganz besonders gut sind und durch ihre hohe Qualität als berühmte Weine in die Geschichte eingehen.
Aller Wahrscheinlichkeit nach hat der Weinanbau seine Ursprünge in Vorderasien. Hier gibt es Weinkelter in Felsen, die noch erhalten sind. Doch auch im alten Ägypten war der Weinbau bereits seit 3.500 vor Christus bekannt. Das haben Fachleute anhand von Wandmalereien in Gräbern und auch Tempeln erkennen können. In der Genesis ist zu lesen, dass Noah den ersten Weinberg angelegt habe und auch die Bibel berichtet davon, dass man in Palästina sehr gute Weine anbauen könne.
Die Weinherstellung ist auch als Weinbereitung oder Vinifikation, bzw. Vinifizierung bekannt. Meist werden Weintrauben in so genanntem reduktiven Zustand verarbeitet. Das heißt, sie werden zu Weißwein vergoren und ausgebaut. Zunächst steht am Anfang das Maischen. Dabei werden die Beeren vom Stielgerüst getrennt und in einer Mühle zu einem dicken Gemisch zerdrückt, das Maische genannt wird. Diese wird einige Stunden gelagert, damit sich Aromavorstufen, Geschmacksstoffe und andere Substanzen bilden können, die in den Saft übergehen. Durch die Maische werden nicht nur die Stoffe gelöst, die den Charakter des Weines nachher bestimmen, sondern auch die Pressbarkeit.